Tipps & Tricks


Kleine Hakenkunde

 

Letztens durfte ich in die Trickkiste eines langjährigen Vereinskollegen schauen und dabei kam dieser Beitrag zustande!

Hast Du dir deine Angelhaken fürs Stippfischen/Hegefischen schon mal genau angeschaut, dann hast Du sicher bemerkt, dass es verschiedene Farben am Markt gibt. Von Schwarz, Gold, Blau, Silber bis Rot gibt es die kleinen Haken. Hat es einen besonderen Grund für die verschieden Farben? Die Grössen leuchten mir ein, aber bei der Farbe war ich mir nicht sicher. Ich beobachte immer wieder, dass einige Sportfreunde Haken an die Stippe basteln, wo mir mein Haupthaar flüchtig wird. Dann denke ich immer, wollen die das Boot verankern oder Weißfisch angeln? Grössen von 20er bis 16er sind absolut ausreichend, bitte nicht grösser! Es gibt auch 22er und sogar 24er, aber die kann selbst ich nicht mehr sehen. Aber das nur nebenbei. Zum eigentlichen Thema: Die Roten haben es ihm jedenfalls angetan und siehe da, es lassen sich die Fische bei uns auch ohne Made oder Teig zum Anbiss überreden. Was sehen unsere Weißfische da an unserem Vorfach? Sieht der rote Haken etwa aus wie eine Zuckmückenlarve? ;-)

 

Zuckmückenlarve
Zuckmückenlarve

Zum richtigen Loten gehört im Lubowsee ein spezielles Tiefenlot zur Ausrüstung.
Patent - Tiefenlot

Ausloten Spezial

 

Die Herausforderung in unserem Vereinsgewässer besteht im richtigen Loten. Da herkömmliche Bleilote im schlammigen Grund versinken, wird dir eine falsche Wassertiefe angezeigt. Dafür gibt es seit einigen Jahren das Patent-Tiefenlot.

Das Patentlot setzt mit seiner Lochscheibe exakt auf dieser Schlammschicht auf, ohne einzusinken. Eine so ausgelotete Gewässertiefe ermöglicht nachfolgend eine präzise Köderpräsentation. Heißt, unsere Made/Pinki/Wurm versinkt nicht und wird vom Fisch schnell gefunden. Du fischst also dort, wo der Fisch seine Nahrung aufnimmt, kurz über der Schlammschicht. Dieser kleine, aber feine Unterschied ist fangentscheidend, z.B. beim Hegeangeln oder beim Köderfische stippen! Durch den besonderen Festhaltemechanismus wird die Hakenspitze nicht mehr verletzt und auch bei weiten Würfen sitzt das Lot fest am Haken. Benötigst du ein höheres Wurfgewicht, so fixiere eine handelsübliche Unterlegscheibe unter dem O-Ring am Lotschenkel. Das richtige Loten im Lubowsee kann beginnen, du wirst mehr Köderfische fangen und beim Hegeangeln die vorderen Plätze belegen.

Einsatz von Tiefenlot auf schlammigen Grund!
Richtiges Loten auf der Schlammschicht
Köder wird auf schlammigen Grund schneller gefunden!
Köder wird auf schlammigen Grund schneller gefunden!


Bester Ersatz - Wetzstahl bei uns immer im Einsatz beim Filetieren
Rapid Steel Action Set

Messer schärfen

 

Wir alle haben schon diverse Filetiermesser im Anglerfachmarkt gekauft, oft bis zu fünfzig Euro dafür ausgegeben!

Die Ernüchterung ließ nicht lange auf sich warten. Schnell stumpf und der Rost gibt Dir den Rest.

Den Wetzstahl bis aufs Äußerste gequält und trotzdem keine gute Schärfe.

Nach längerer Recherche im Netz fand ich den Kollegen hier rechts im Bild. Der kostet nicht mehr als ein guter Wetzstahl, aber mit dem Vorteil, dass Du keinen 15° Winkel einhalten musst. Spülmaschinenfest und Edelstahlstäbe lassen dich ein ganzes Anglerleben nicht im Stich.

Aber denk bitte daran, er macht keine kaputte Klinge wieder neu, sondern ist als reiner Wetzstahlersatz anzusehen!

Für mich der Schärfer schlechthin und super einfach in der Handhabung!

 

Dick Feinzugstäbe für den Rapid Steel Action
Edelstahl - Feinzugstäbe

Wenn Du Messers Schneide noch zusätzlich glätten möchtest, gibt es optional diese Feinzugstäbe aus Edelstahl, die viele Jahre haltbar sind.

Bezüglich der Messer empfehle ich Filiermesser aus der Victorinox Swibo Serie oder von Dick, verschiedene Klingenlängen und max. achtzehn Euro.

Es werden bei diesen Herstellern auch wirklich die Klingenlängen angegeben, rostfrei und von Hause aus scharf und schärfer!

  

Und hier noch meine Favoriten in punkto Filetiermesser.

 Beide Messer mit semi-flexibler einundzwanzig Zentimeter Klinge.

Dick Fischfiliermesser 21cm Klinge
F. Dick Filiermesser semi-flexibel.
Fischfiliermesser von Swibo
Victorinox Filiermesser semi-flexibel.


Fisch filetieren

 

Hier ein Beispiel für unsere Jungangler, dass das Filetieren nicht so schwer ist!

Anhand dieses Pollack zeige ich euch, wie einfach ihr die Filets ohne ausnehmen des Fisches vom Rumpf bekommt!!!

Fisch filetieren, Klappe die zweite!

 

Hier zeigt euch Detlef, wie er den Hecht aus der Jacke holt!

 



Stationärrolle mit Frontbremse
Spulenbremse

Bremseinstellung

 

Die richtige Einstellung der Frontbremse entscheidet darüber, ob ein Biss in einen Fang verwandelt wird oder ob Du als Schneider nach Hause gehen darfst.

Wenn der ersehnte Biss endlich erfolgt ist, bringt die beste Ausrüstung nichts, wenn die Rollenbremse nicht richtig eingestellt wurde.

Einen Biss nicht zu verwandeln kann für Dich sehr schmerzhaft sein, insbesondere dann, wenn Du bereits sowohl in die Ausrüstung, als auch in das Erlernen der Angeltechnik viel Zeit, Mühe und Geld investiert hast.

Die Faustregel besagt, dass die Spulenbremse so stark eingestellt sein sollte, dass die Schnur beim Haken (also beim Anschlagen der Rute nach dem Biss) die Anspannung hält und dabei nicht bricht. Klingt logisch und ganz einfach, doch woher weißt Du, dass die Spulenbremse bei Dir genau so eingestellt ist?

Zuerst solltest Du die Bremseinstellung manuell testen. Die Schnur wird dabei 2-3 Mal um den Finger gewickelt und ruckartig beim geschlossenen Rollenbügel gezogen. Wenn die Schnur mit viel Anspannung immer noch geschmeidig von der Spule läuft, ist das die richtige Einstellung vorab.

Wenn Du deine Montage komplett zusammen gebaut hast, ist dein Vorfach das schwächste Glied in der Kette. Darum darf die Bremseinstellung nicht härter sein, als das Vorfach trägt. Ein Tipp, an Land den Haken an einem geeigneten Punkt einhängen und über die Rute ziehen, bis die Schnur geschmeidig von der Spule läuft und die Montage nicht bricht!

Wichtig ist zu verstehen, dass der Fisch beim Biss mit dem Kopf auch mal in die entgegengesetzte Richtung schlagen kann. Somit würde sich beim gleichzeitigen Anschlagen der Rute die Belastungskraft auf die Schnur multiplizieren.

Daher finde ich es besser, wenn die Bremse einen Tick schwächer eingestellt wird.

Weil ich dadurch beim Biss heftiger anschlagen kann, ohne den Schnurbruch zu fürchten.

Nicht zuletzt ist es auch für den Fisch gesünder, wenn er ausschlitzt und frei davon schwimmen kann, als wenn die Schnur bricht und der Fisch gepierct durchs Wasser schwimmen muss.